Westküstetour Tag 6+7 – Rückfahrt nach Perth 

Hey Leute,

Die beiden letzten Tage der Westküstetour waren vor allem durch Fahren geprägt. Es lag eine Distanz von 1247km vor uns.

Heute gibt es mal keine Chinesen Geschichte. Dafür mussten wir uns von Steffi und Uli verabschieden, einem sympatischen deutschen Paar, die noch ein wenig länger in Exmouth blieben. Danke euch beiden für die tolle gemeinsame Zeit und vielleicht sieht man sich in Südamerika wieder 😉

Ich werde die beiden letzten Tag in einem Beitrag schreiben, denn wir waren hauptsächlich „on the Road“. Unterwegs gab es einige super schöne Stopps wie zum Beispiel der Pink Lake. Ein je nach Tageslicht Pink glänzender Salzsee. Die Farbe entsteht durch spezielle Mikroben im See. Das sogenannte „Salzbakterium“. Anscheinend erhalten die Flamingos ihr rosa Gefieder von diesen Bakterien. Das „Salzbakterium“ wurde jüngst zur Mikrobe des Jahres 2017 gekürt. So genug der wissenschaftlichen Klugschei**erei. Ich weiss schon, dass euch die Chinesen Storys mehr interessieren. Leider gab es dieses mal kein rosa Schwimmring zu beobachten, wäre wahrscheinlich auch nicht aufgefallen in diesem Wasser. Aber dafür gibt es ein wunderschönes Bild von mir, aufgenommen von meiner Starfotografin 🙂

Während der Fahrt gab es noch ein spezielles Erlebnis. Wie gewohnt müssen wir das Mittagessen jeweils selber zubereiten. Doch dieses mal meinte Walker, wir hätten zu wenig Zeit, wenn wir uns hinsetzen würden und in Ruhe essen würden, kämen wir nicht rechtzeitig an um den Sonnenuntergang zu sehen. Walker meinte dann, dass wir im Bus während der Fahrt essen sollten. Dies ist ja eigentlich kein Problem, müsste man nicht noch ein ganzes Hühnchen aufschneiden. Ich erklärte mich also bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Es war schon eine Herausforderung so ein Chicken bei 100km/h Fahrtgeschwindigkeit stehend im Bus in mundgerechte Stücke zu schneiden 🙂 Aber auf Reisen lernt man zu improvisieren und versucht mit den vorhandenen Mittel das Beste zu machen. Leider habe ich selber kein Bild von dieser absurden Situation. 

Am späteren Nachmittag ging es dann endlich zum Sandboarding. Auf dieses Ereignis hatte ich mich schon sehr lange gefreut. Walker fragte wer denn Lust hätte, das Sandboarden auszuprobieren. Es waren nur ich und die Engländerin, die es ausprobieren wollten. Für einmal hielten sich die Chinesen zurück ;). Als die Engländerin dann aber den Hügel sah, wollte sie nicht mehr und ich kletterte alleine mit meinem frisch gewachsten Board die Sanddüne hoch. Das Sandboarden hat ein wenig was vom Snowboarden, nur ist man barfuss und nicht auf dem Board befestigt, was die Sache ein wenig schwieriger macht. Es ist zwar anstrengend jedesmal die Düne raufzuklettern, aber es macht richtig Spass. Man sollte einfach schauen, dass man sich nicht verletzt 🙂

Am Abend durften wir dann wieder den Sonnenuntergang bestaunen. Dabei ist mir ein Missgeschick passiert. Und zwar hat es sehr stark gewindet und prompt flog mein Hut weg. Ich rannte mit den Flip Flops auf felsigen Untergrund dem Hut nach und wollte ihn noch vor der Klippe „retten“. Ich sah ihn also am Rand der Klippe und jumpte in Torwartmanier in Richtung Hut. Der Unterschied zum Torwart auf dem Fussballplatz ist nur, dass der Untergrund sehr felsig war und ich mein Handy im Hosensack hatte, welches dann prompt rausfiel und zum Glück nicht auch noch über die Klippe runterfiel. Somit hatte es „nur“ einige neue Kratzer. Der Hut konnte ich auch nicht retten, dieser flog dann runter. Glücklicherweise war es kein so steiler Abgrund, so dass ich ihn trotzdem noch holen konnte. 

Der Sonnenuntergang an diesem Ort war einfach magisch. Wie das Meer an den Felsen aufprallt im schwächer werdenden Licht. Es ist schwierig so etwas mit Worten zu beschreiben. Ich denke dieses Bild zeigt die Stimmung des Moments am Besten. 

Der letzte Tag der Tour brach an. Am Tag 7 stand nicht mehr viel auf dem Programm. Wir besuchten einen Tierpark kurz vor Perth, auf welchem man sehr nahe an einheimische Tiere kam. Hier habe ich zum ersten mal ein Albino Känguruh gesehen, wusste zuvor nicht das es dies gibt. 

Ein Känguruhbaby in einer Einkauftasche, welches den Beutel der Mutter simuliert.

Damit endet die 6-Teilige Westaustralientour Story. Ich hoffe ich konnte den einen oder anderen für die Westküste begeistern. Es bietet wirklich spektakuläre Landschaften und sehr viel unberührte Natur. 

Ich finde man darf auch die Ostküste nicht mit der Westküste vergleichen, da die beiden sehr kontrovers sind. Der berühmte Äpfel mit Birnen Vergleich. 

Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, auch wenn aufgrund der riesigen Distanzen viel Zeit im Bus verbracht wurde. Auch wenn die Gruppe ein wenig crazy war, allen voran die beiden Chinesen, danke ich vor allem Sonja, Uli und Steffi für die tollen gemeinsamen Erlebnisse.

Ich mache mich auf nun auf den Weg in den Süden Australiens. Next Stop — Adelaide

Viele liebe Grüsse aus dem Westen
Moreno

3 Kommentare bei „Westküstetour Tag 6+7 – Rückfahrt nach Perth “

  1. Danke dir für die schönen Momente und die lieben Worte 🙂 Viel Spass weiterhin und safe travels! Liebe Grüsse aus Neuseeland, Uli und Steffi

  2. Meega Bilder, Kompliment an deine Starfotografin. 🙂

  3. Danke Moreno för die unvergässliche, schöne Momänt. Danke au, dass amig vor mini Linse gstande besch, wenn au ned immer gewollt. 😉 Häbs guet & bis uf es Wiedersehe ir Schwiiz, dini Starfotografin. 🙂

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