Great Ocean Road Teil 2 – Der Weg ist das Ziel

Hellooo liebe Familie, Freunde, Bekannte, Unbekannte, Schaulustige
Ni Hao an meine Freunde aus China,

Der zweite Teil meiner Great Ocean Road Tour beginnt ziemlich unspektakulär. Der Wecker klingelte um 07:00 Uhr. Einige waren bereits auf den Beinen und voller Tatendrang. Das ist ja soweit nicht schlimm, aber wenn sie dann meinen dich volllabern zu müssen, und du noch nicht mal dein linkes Auge vollständig geöffnet hast, dann grenzt das an eine Störung des friedlichen Zusammenlebens. Ich appelliere an meine lieben Morgenmenschen, lasst uns doch mal in Ruhe Kaffe trinken und erst mal wach werden 🙂

Heute morgen stand auf dem Programm: Wandern, Besuch eines Aborigini Museums.
Falls ihr euch fragt, ob ich richtig profesionell ausgerüstet bin zum Wandern, dann verneine ich dies an dieser Stelle mal. Mit meinen Joggingschuhe, einer kurzen Hose und einem normalen T-Shirt bin ich aber immer vorne in der Gruppe unterwegs. Der Wanderweg war heute sehr schön, felsigens Gelände mit einigen Stufen. 

Auf dem höchsten Punkt, bot sich uns dann eine Aussicht in die Weite des Grampians Nationalpark. Ich liebe solche Lookouts! Sie bieten einen einzigartigen Überblick der Natur und zeigen einem auf, wie gross die Welt eigentlich ist.

Nach dem Aufstieg, ging es dann wieder bergab zum Bus. Mit diesem fuhren wir runter ins Dorf, das Aborigini Museum besuchen. Dieses Museum wurde von Aboriginis eingerichtet in welchem sie die Geschichte aus ihrer Sichtweise schildern. Zu Beginn langweilte mich ein Besuch in einem Museum, da ich viel lieber noch längern wandern gegangen wäre. Aber als ich anfing, mich mit dem Thema ein wenig auseinanderzusetzten, fiel es mir schwer, das Museum wieder zu verlassen. Australien hat zwar eine kurze, jedoch eine sehr intensive Vergangenheit. Aus meiner Sicht, sind die Narben der Geschichte bei den Aboriginis noch nicht ganz verheilt bzw tut sich die Mehrheit noch schwer in dieser neuen westlichen Welt. Es ist ein Zusammenleben, welches sich die Ureinwohner so wahrscheinlich nie gewünscht haben, jedoch die heutige Generation der „Weissen“ nicht dafür verantwortlich sind. Das Thema ist für uns Europäer schlicht zu komplex. Ich denke aber, dass das heutige Australien auf einem guten Weg ist, ein gemeinsames Leben der verschiedenen Völker bestmöglichst zu ermöglichen.

So genug der Politik.
Weiter ging es zu einem Vulkankrater, in dem wir unser Mittagessen geniessen durften. Ja, ein Vulkankrater! Natürlich nicht mehr aktiv, dennoch eindrücklich wie sich eine Vegetation im Krater übere längere Zeit gestaltet hat.

Während dem Mittagessen bekamen wir einen Besuch von einem Emu. Diese Tiere sind nicht zu unterschätzen, da sie mit ihrem Schabel Verletzung verursachen können. Unser Tourguide meinte dann, dass wir auf unsere Wraps aufpassen sollten, denn ansonsten würde sich der Emu diese schnappen. 

Am Nachmittag erreichten wir dann offiziell die Great Ocean Road, für welche wir ja hauptsächlich die Tour gebucht haben. Die Strasse verläuft der Küste entlang und bietet atemberaubende Aussichten. Wie zum Beispiel der London Arch. Dieser Teil war mal an einem Stück und das Verbindungsstück stürzte am 15.Januar 1990 ein. Vielleicht konnten es einige von euch noch am Stück sehen, mir jedenfalls ergab sich folgender Anblick.

Für die wohl berühmteste Aussicht auf die 12 Apostel, mussten wir uns noch ein wenig gedulden. Zuest ging es ins Hostel. Der Plan war, dass wir zum Sonnenuntergang dort sein wollten. Damit wir nicht verhungern mussten, gab es noch was gesundes zum Abendessen (Pizza mit einem Bier).

Endlich fuhren wir dann in Richtung 12 Apostel, DEM Postkartenmmotiv schlechthin. Der Nachteil an einem so berühmten Ort, viele Touristen, welche versuchen ein perfektes Foto zu schiessen. Besonders ehrgeizig in dieser Disziplin sind die Chinesen. Einen sah ich sogar über die Abschrenkung klettern, am Rand der Klippe versuchte er ein Selfie zu machen. Trotzdem ist dieser Ort faszinierend und auf jeden Fall ein Muss auf einer Australien Reise.

Der letzte Tag unserer Tour bestand hauptsächlich aus Busfahren in Richtung Melbourne. Auf einem Halt, konnten wir wilde Vögel fütter. Dieses Erlebnis war ziemlich aufregend, da die Vögel überall auf einem landeten sobald sie sahen, dass man Futter in der Hand mit sich führte. Ich hatte zu einem Zeitpunkt drei Vögel auf mir. Einen auf dem Kopf, einen auf dem Arm und einen auf den Schultern.

Am selben Ort konnten wir noch wilde Koalas beobachten. Für mich sind die Koalas mittlerweile nichts besonderes mehr und mein hysterischer Schrei bleibt aus. Dennoch sind die Tiere süss und absolut eine Attraktion in Australien.

   

Ganz viele Grüsse aus Australien

Moreno

Ein Kommentar bei „Great Ocean Road Teil 2 – Der Weg ist das Ziel“

  1. Wow, wunderschöner Sonnenuntergang 🌇

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