Tasmanien Teil 2 – Die Schweiz des Südens

Guten Tag,

Meine 7-Tagestour einmal um Tasmanien startete heute. Und wie! Wir wurden früh am Morgen vor dem Hostel vom Bus abgeholt. Eine der Teilnehmerinnen übersah die letzte Treppenstufe und fiel rückwärts auf ihr Backpack. Zum Glück hatte sie den Rucksack an, sodass sie „weich“ fiel. Jedoch hatte sie sich bei dieser Aktion den Fuss verstaucht. Humpelnd bestieg sie den Bus und wir holten anschliessend noch die weiteren Personen ab.

Ben, unser Tourguide, erklärte uns kurz den Tagesablauf und anschliessend fuhren wir der Westküste entlang in Richtung Norden. Unser erster Stopp war ein Wasserfall. Die Russell Falls erreicht man nach einer kurzen Wanderung durch den tasmanischen Regenwald.

Nach einer ca 2 stündigen Fahrt durch die Landschaft, erreichten wir das Hydro Tasmania Wasserkraftwerk. Es ist eine clever erbaute Anlage um Strom zu erzeugen. Und zwar wird Wasser von diversen fliessenden Gewässern kanalisiert und zum Schluss durch Wasserrohre zusammengeführt, um es schliesslich mit einer Fliessgeschwindkeit von bis zu 400km/h ins Tal runterzupumpen. Das niederschlagreiche und gebirgige Gebiet eignet sich hervorrangend für diese Art der Stromgewinnung. Es ist Australiens grösster Produzent erneuerbarer Energie! Da Tasmanien einen nicht so hohen Strombedarf hat, wird der überschüssige Strom dem Festland weiterverkauft.

Mittlerweile war Mittagszeit und der Hunger machte sich langsam bemerkbar.Wir mussten uns aber noch ein wenig gedulden und hielten 1 Stunde später im Nationalpark an. Unser Tourguide meinte dann, dass wir nun Zeit hätten, das selbst mitgebrachte Mittagessen zu essen. Selbst mitgebracht? Wieso hatte mir das niemand gesagt? Ich ging natürlich im Vorfeld davon aus, dass es gleich sei wie auf meinen bisherigen Touren und die Gruppe das Mittagessen zubereiten würde. Leider hatte ich das Kleingedruckte nicht gelesen und so musste ich und ein paar andere ins Restaurant des Nationalparks. Die Preise hatten es in sich. Ein gewöhnlicher Chickenburger mit Pommes für 22.- war da noch das Günstigste. Eigentlich hätte ich diese Preispolitik aus Prinzip nicht unterstützen dürfen, jedoch war mein Hunger zu gross und so bestellte ich diesen Burger. Wenigstens war er nicht schlecht und der Magen gab Ruhe. Das Geschirr konnten sie für diesen Preis aber selber abräumen 😉

Gestärkt ging es dann in den Nachmittag. Durch die Landschaft Tasmaniens fuhren wir weiter in Richtung Norden. Der Besuch eines nächsten Wasserfalls stand auf dem Programm. Leider habe ich den Namen vergessen. Doch persönlich fand ich diesen noch schöner wie der Erste.

Nach einem sehr kurzen Aufenthalt ging es bereits wieder weiter. Dies ist der grosse Nachteil an den Touren, man kann nicht selber bestimmen, wie lange man an dem Ort verweilen möchte.

Gegen Abend erreichten wir dann unsere Unterkunft im Dörfchen Tullah. Ben, der Tourguide, schlug uns dann vor, dass wir gleich gegenüber des Hostels in eine Bar Nachtessen gehen könnten. Es gab wieder Burger mit Pommes :). Die Bar war sehr schön eingerichtet und richtig gross. Das Problem ist, dass das Dorf nur ca 270 Einwohner hat und die Bar wahrscheinlich nur aufgrund der Backpacker der Tour überleben kann. Nebst uns waren nämlich nur 2-3 Bauarbeiter Gäste.

Aus aktuellem Anlass (die Dart Weltmeisterschaft) erwähne ich noch, dass wir an diesem Abend auch unsere kleine Dart WM bzw EM  Dart gespielt haben. Dänemark, Holland und die Schweiz (ich) waren die Nationen. Die Entscheidung fiel dann im letzten Satz, als ich noch 77 Punkte Rest hatte und mein erster Pfeil im Triple 19 landete und der zweite Pfeil im Doppel 10. Der Titel der Tullah Dart WM ging damit verdientermassen an die Schweiz. Ihr hättet die Gesichter der Beiden sehen sollen. Sie kamen nach diesem professionellen Checkout nicht mehr aus dem Staunen raus :).

„Die Schweiz des Südens“. Dieses Schild hatte ich an diesem Tag im Restaurant gesehen und im Verlauf der Beiträge werdet ihr auch sehen weshalb Tasmanien so genannt wird.

Liebe Grüsse

Mori

3 Kommentare bei „Tasmanien Teil 2 – Die Schweiz des Südens“

  1. Ohaa ächt e jääses Checkout! Gar nidd gwüsst, dass du so guet bisch 😉
    Gratulation zum verdiente Titel!

    1. Hey manu,
      Danke dir! Soo guet bini au net, nur Weltmeister vo Tullah 😉

  2. Hei Mori, Super Dartspieler, ha gege de immer müeh gha. Übrigens, heisst dä Wasserfall nit
    „Nelson Falls“ ??? 😉

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