Tongariro Crossing – Spektakuläre Landschaft, Touristenattraktion

Hallo zusammen,

Ich begrüsse euch immer noch von der Nordinsel Neuseelands. Es ist mein vorletzter Tag hier und auf dem Programm stand der Tongariro Alpine Crossing. Zu Beginn wusste ich nicht, dass es sich um eine weltberühmte Wanderung handelte. Es soll eine der besten Tageswanderung sein!

Ich war also gespannt. Zu Beginn mussten sich noch einige der Gruppe mit Wanderschuhe, welche man vor Ort mieten konnte, ausrüsten. Wollten doch tatsächlich Leute mit den Converse Schuhe wandern gehen! Der Guide mahnte uns zudem, dass sich evlt. ein Gewitter stattfinden könnte und falls sich unsere Armhaare gegen Himmel richten würden wir uns auf den Boden legen sollten. Der Blitz wählt sich das höchte Ziel aus. Guter Tipp, den ich hoffentlich nie benötigen werde!

Man merkte schnell, dass das Ganze sehr touristisch organisiert ist. Der Weg zum Start des Track wird nur gewissen Bussen gewährt. Somit konnte uns unser Fahrer nicht dort ausladen und wir mussten extra einen Shuttle Bus nehmen, der 40 CHF Hin und Zurück gekostet hat! Zumindest war der Eintritt gratis!

Unser Startzeitpunkt war um 9:00 Uhr morgens und der Bus sollte uns am 16:30 Uhr wieder abholen. Für die 19,4 km lange Strecke wird mit einer Zeit von 7 Stunden gerechnet. Natürlich ist da sehr viel Reserve mit eingebaut. Denn der Tongariro Crossing ist für jedermann, also sprich nicht anspruchsvoll. Der Weg wurde extra für die Touristen geebnet und um es den Leuten zusätzlich zu erleichtern, wurde noch eine Treppe, die Devils Stair, gebaut. Was passiert wenn in jedem Reiseführer steht, dass dies eine einfache wunderschöne Tageswanderung ist? Die Touris strömen in Massen an! Es kam hinzu, dass der Wanderweg die letzten Tage, Wochen des Wetters wegen oft geschlossen war. Demzufolge versammelten sich alle die Leute, die auf den nächsten schönen Tag gewartet hatten.

Selbstverständlich starten die meisten zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr morgens, sodass die Strecke mit Menschen überfüllt war. Ich machte mich mit Pina und Enya, die im Vorfeld behauptet hatten, dass ich langsamer wäre wie sie, auf den Weg. Sie hatten sogar den Mut mit mir eine Wette einzugehen, dass sie zuerst am Ziel ankommen würden!

Zu Beginn schienen sich die Leute ein wenig zu verteilen und wir hatten sogar freie Sicht (ihr seht der Weg ist schön präpariert).

Doch bei den Devil stairs stauten sich die Leute. Es gab jene, die sehr Mühe hatten und diese konnte man leider nicht so einfach überholen. Stellt euch vor ihr geht in die Berge wandern, schön in die Natur, abseits aller Hektik und ihr müsst anstehen um weiterzukommen! Es hört sich schon ein wenig bizarr an.

Der Aufstieg war ziemlich einfach und langweiliges Treppensteigen. Für so wenig Effort wurde man aber reichlich belohnt. Oben angekommen, bot sich uns eine Landschaft an, welche man nicht alle Tage so sieht. Ein vulkanisches Hochplateau der Superlative! Kein Wunder hat sich Peter Jackson diesen Schauplatz für den seine Herr der Ringe Filme ausgesucht. Auf dem Foto seht ihr übrigends den Schicksalsberg, also der Ort an dem „DER Ring“ geschmiedet wurde!

Wir haben hier unser Mittagessen genossen, bevor es mit dem zweiten Teil der Wander weiterging. Bei sovielen Leuten musste man sich sogar noch einen freien Stein zum Sitzen suchen!

Wiederum diese Leute machten aber den anschliessenden Abstieg amüsant. Es war für einmal ein nicht präparierter Weg aus kiesig, sandigen Untergrund, welcher ein wenig rutschig war. Herrlich mitanzusehen wie sich Leute, die zuvor noch nie wandern waren, sich hier runter mühten. Ich entschloss mich für den schnelleren, sichereren Abstieg und hüpfte links an den Leuten vorbei runter. Es war ein wenig wie Ski fahren und hat extrem Spass gemacht 🙂

Der Anblick der Landschaft war auch hier aussergewöhnlich. Grüne Seen mit gelbem Schwefel umrandet in braunroter Umgebung. So etwas hatte ich noch nie gesehen.

Leider hat sich die Frau mit dem weissen Sport BH in mein Bild geschmuggelt. Die Meinung, ob sie das Foto verschönert überlass ich euch 😉

Da fällt mir ein, was ist eigentlich mit Pina und Enya. Die beiden waren immer noch mit mir unterwegs und liessen sich nicht abhängen ;). Ich spekulierte natürlich darauf, dass ihre Kräfte gegen Ende des Tracks nachlassen würden. Ich hatte da noch meinen blauen Zaubertrank, namens Powerade bei mir, der mir jeweils Energieschübe gab! Wir waren ja erst bei der Hälfte. Die Gruppe wurde zwischenzeitlich noch durch Ben, einem Engländer verstärkt. Er schloss sich uns an, da wir ein gutes Tempo hatten und hinter einem Schweizer, der alleine davonraste ohne Fotostopps zu machen, wir zur Spitze der Gruppe gehörten.

Der zweite Teil der Wanderung war dann leider nicht mehr sehr spannend. Wir liefen einen langweiligen vorgefertigten Zick Zack Weg hinunter zum Car Park. Zumindest der Ausblick war ein Foto wert.

Als wir unten ankamen, fing es an zu regnen! Auf dem Gipfel sahen wir dunkle Wolken aufkommen. Das angekündete Gewitter war also doch da. Da wir aber schnell waren, 5h 20 anstatt 7h, sind wir dem zum Glück entkommen. Doch wer kam eigentlich zuerst an? Wer hat die Wette gewonnen? Gar niemand! Wir erreichten das Ziel alle zusammen als Gruppe. Ich war positiv überrascht, dass die beiden das Tempo bis zum Schluss mitgingen. Hätte ich nicht gedacht. Respekt! 🙂

Wir mussten dann noch auf den Rest warten. Bis wir vom Bus um 16:30 Uhr abgeholt wurden!

Der Tongariro Crossing kann ich wärmstens empfehlen, auch wenn er mit Touristen überlaufen ist und der Weg oft künstlich angelegt ist. Eine ruhige Bergwanderung könnt ihr definitiv nicht erwarten. Trotzdem. Die Landschaft ist echt atemberaubend und in netter Gesellschaft macht es umso mehr Spass.

Ein toller Tag mit einem BBQ als Abschluss!

Viele Grüsse

Mori

2 Kommentare bei „Tongariro Crossing – Spektakuläre Landschaft, Touristenattraktion“

  1. Tolle Bilder von einer eindrucksvollen Landschaft!

    1. Danke, war auch eine super schöne Landschaft dort oben

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