Huacachina – Oase in Peru

Guten Tag

Heute entschieden Denis und ich eine Tagestour zum 4 Stunden entfernten Huacachina zu machen. Ich hatte im Vorfeld Bilder von dieser Oase gesehen und war beeindruckt! Zudem wurde mir dieser Ort von anderen Reisenden empfohlen. Wieder einmal mehr musste der Wecker gestellt werden und zwar bereits um 5 Uhr!

Wir wurden in unserem Hostel abgeholt und fuhren dann ca 3 Stunden bis zu unserem erste Stopp. Der Ort hiess Paracas. Eine Küstenstadt von welcher aus man Touren zu der „Galapagos Insel Perus“ machen konnte. Einige Tiere behausten diese. Unter anderem Seelöwen, Pinguine und etliche Vögel.

Als erstes besuchten wir eine andere Insel, bzw schauten uns ein in die Felsformation eingraviertes Zeichen an. Ihr kennt doch diese Kornkreise, angeblich von Ausserirdischen gezeichneten Muster. Auf diesem Felsen war eine Art Kaktus eingraviert. Niemand weiss woher dies kommt. Der Guide meinte, es sei durch Jahrelange Wassererosion entstanden, oder waren es doch übermenschliche Kräfte? Jeder darf glauben was er möchte.

Nach weiteren 30 Minuten erreichten wir die Insel. Tausende Vögel schwebten umher und eine Seelöwen Kolonie sonnte sich am Strand. Der Geruch war auch dementsprechend. Es stank nach Vogelscheisse oder Seelöwen. Ich konnte, und wollte es auch nicht genau identifizieren.

Wir verweilten eine Zeit lang bei der Insel, betraten diese jedoch nicht, da man nur mit spezieller Genehmigung auf das Naturschutzreservat rauf darf. Diese Erlaubnis besitzen einige Arbeiter, die hier Vogelkot schürfen! Ja Vogelscheisse wird gewonnen und für Dünger verwendet. Eine Knochenarbeit. Ich hatte dies einmal im TV gesehen, inmitten des Gestacks mussten die Männer den Kot vom Felsen an steilen Hängen abschürfen und die Säcke anschliessend aufs Boot verfrachten. Es gibt sogar spezielle Vorrichtungen, damit die schweren Säcke aufs Boot gelangen.

Wir fuhren wieder zurück nach Paracas, wobei wir dieses mal die schlechte Seite erwischten, da wir vom Wind und den Wellen ziemlich nass wurden. Zum Glück war es sonnig und warm.

Doch unser eigentliches Ziel war ja Huacachina. Weiter ging es mit der Busgesellschaft „Peru Hop“ in Richtung Süden Perus. Wir erreichten die Oase um 15 Uhr, so dass wir 1 Stunde freie Zeit hatten bevor es zum Sandbuggy fahren und Sandboarden ging.

Bis zu diesem Zeitpunkt, wussten wir nicht was uns erwarten würde. Was ist ein Sandbuggy eigentlich? Meine Definition lautet: Ein schnelles Gefährt, mit dem man im Sand rumkurven konnte. Aber zur Veranschaulichung hier noch ein Bild davon.

Das Fahrzeug ist sehr robust gebaut, so dass die Passagiere im Falle eines Überschlags ein wenig geschützt waren. Lustigerweise muss man hier nie irgend ein Formuar ausfüllen, wer bei einem Unfall haftet. Wir sind halt in Südamerika, da läuft alles ein wenig einfacher.

Wir schnallten uns an und los ging die rasante Fahrt im Sandbuggy. Zu Beginn fuhren wir gemächlich die Sanddünen hoch und legten einen Fotostopp ein. War ja gar nicht so schlimm. Doch dann ging es richtig Los. Unser Fahrer drückte aufs Gaspedal und wir fuhren mit gefühlten 80 Km/h im Sand rauf und runter. Bis zum nächsten Fotostopp wo er so schnell unterwegs war, dass er fast andere Touristem umgefahren hätte. Ich war mir nicht sicher, ob er dies nun extra so gefahren ist oder ob wir nun einfach Glück hatten. Naja solange nichts passiert.

Anschliessend brachte unser Fahrer uns auf die Spitze einer Düne, wo wir mit dem Sandboard runter durften. Auch wenn das Board sich nicht gleich wie auf Schnee verhält, so hatte ich doch meinen Spass. Zumal wir noch einen traumhaften Sonnenuntergang hatten.

Nach dem Sandboarden fuhren wir zurück, und wie. Unser Fahrer beschleunigte nochmals und die Fahrt glich mehr einer Achterbahnfahrt wie einem gemütlichen Ausflug in die Sanddünen von Huacachina. Aber der Spassfaktor war gross.

Vor der langen Busfahrt zurück nach Lima wollte ich noch etwas essen und ich kaufte ein Spiess bei einem Strassenhändler. Das Fleisch schmeckte irgendwie anderst, die Konsistenz war gummig. Ich kannte es nicht und dachte, dass ich Meerschweinchen gegessen hätte, weil dies hier in Peru ein Delikatesse ist. Aus Neugier ging ich zurück zum Stand und fragte was es denn für Fleisch wäre. Corazon de Pollo. Ich hatte also Hühnerherz gegessen ohne es zu wissen 🙂

Ein sehr langer Tag ging schliesslich um Mitternacht zu Ende. Der Ausflug hat mir sehr gut gefallen, vor allem Huacachina war sehr sehenswert! Ich wäre gerne noch eine weitere Nacht dort geblieben, doch wir hatten am nächsten Tag unseren Flug nach Arequipa von Lima aus.

Liebe Grüsse

Mori

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