Rainbow Mountains – Unglaubliche Landschaft!

Hello zusammen,

Ich möchte euch heute eine einzigartige Landschaft zeigen, die vielleicht wenige von euch bereits kennen. Die Rainbow Mountains sind nämlich erst seit zwei, drei Jahren touristisch erschlossen! Dazu müsst ihr wissen, dass diese Berge auf 5200 Meter Höhe liegen und es Einigen aufgrund von Höhenkrankheit nicht gelingt, den Rainbow Mountain zu sehen. Da ich an dem Tag, an dem wir gebucht hatten, nicht besonders fit war, hatte ich natürlich meine Zweifel und machte mir Gedanken, ob ich es überhaupt schaffen werde! Die Frau im Reisebüro meinte dann nur, notfalls hätte der Guide eine Sauerstoffflasche dabei. Doch diese Information machte es nicht besser – im Gegenteil :). Ich musste also den nächsten Morgen abwarten und dann entscheiden, ob ich mitgehen würde oder nicht.

Denis, Lisette und ich hatten eine Tour in einem Reisebüro in Cusco gebucht. Um 5 Uhr morgens wurden wir in unserem Hostel abgeholt. Zum Glück fühlte ich mich ein wenig besser, so dass ich entschied mitzugehen. Bereits die Fahrt zu den Mountains wurde ein Abenteuer. Bisher hatten wir immer gute Fahrer bzw solche die anständig fuhren. Heute erwischten wir einen peruanischen Mann mittleren Alters, der wahrscheinlich zuviel Testosteron intus hatte. Er fuhr schnell, überholte unnötigerweise, hupte, drängelte und dies mit einem Kleinbus mit 22 Personen an Board! Das konnte ja heiter werden, dachte ich mir. Wir mussten ja schliesslich 1000 Meter in die Höhe zum Ausgangspunkt der Wanderung auf 4400 Meter! Die ersten beiden Stunden Fahrt waren noch normale Strasse. Aber als es hinauf ging, war es genau eine solche staubige Schotterstrasse in den Berg gebaut, welche den Puls höher schlagen lässt, weil es rechts steil bergab geht! Unser Bus schien mir auch nicht für dieses Gelände geeignet! Naja ich hoffte zumindest, dass dies nicht das erste mal war und der Fahrer wusste was er tat. Es blieb mir nichts anderes übrig als zu beten 🙂

Wir erreichten schliesslich unser Ziel, wahrscheinlich in einem Rekordtempo, hatte doch unser Fahrer etliche andere Busse, die normal unterwegs waren, überholt!

Nun fing aber meine nächste Sorge an. Von 4400 Meter Höhe mussten wir eine 2 Stündige Wanderung auf 5200 Meter absolvieren. Wie würde ich auf die Höhe reagieren? Ich war ja bereits auf 5000 Meter, doch körperliche Anstrengung mit dieser dünnen Luft war wieder etwas anderes. Ich versuchte mich zu fokussieren, auf meine Atmung, genug zu trinken und langsam zu laufen. Der Körper muss mit weniger Sauerstoff auskommen, da kann man nicht das normale Tempo gehen! Wir liefen also los und beim ersten Stopp, konnte man ein Pferd samt Guide mieten, der einen auf 5000 Meter bringen würde. Selbstverständlich hatten wir das nicht gemacht, wir wollten es ja schliesslich aus eigener Kraft schaffen und nicht betrügen!

Denis und ich liefen langsam los während Lisette bereits einmal solch eine Wanderung gemacht hatte und deshalb ein wenig schneller vorne weg laufen konnte. Ich muss ehrlich gesagt sagen, dass ich hätte schneller laufen können, jedoch viel Respekt hatte und es ausnahmsweise lieber langsam in meiner Lieblingsdisziplin, dem Bergauf wandern, anging.

Der Ort ist natürlich mittlerweile mit Touristen übersät! Es möchte natürlich jeder diesen Rainbow Mountain sehen und mit dem Pferdetaxi wird es sogar für nicht so fitte Leute möglich. Mir taten aber zum Teil auch die Pferde leid. Vor allem als ich Mann auf einem Pferd sah, der den stereotypen des Ami Touristen verkörperte.

Wir bahnten uns also unseren Weg auf dem einfach begehbaren Pfad hinauf auf 5000 Meter!

Bis zu diesem Ort konnte man mit den Pferden hinauf. Den Rest musste man dann noch selber gehen. Denis sah eine Frau, die auf allen Vieren kroch und eine weitere, die sich übergeben musste. Die Höhenkrankheit schlug also bei einigen Leuten zu. Zum Glück blieben wir drei verschont! Ich spürte keine Anzeichen, weder Kopfschmerzen noch Übelkeit oder sonstiges. Mir ging es wunderbar. Voller Motivation stürmten wir noch den Gipfel auf 5200 Meter! Und die Landschaft dort oben war absolut atemberaubend!

Der Abstieg war dann sozusagen ein Sonntagsspaziergang. Wir nahmen uns genügend Zeit für weitere Fotos. Denn auch die Lanschaft um den Rainbow Mountain liess sich sehen!

Als wir den Bus erreichten waren wir stolz es aus eigener Kraft geschafft zu haben. Ich hatte zwar keine Probleme mit der Höhen, jedoch bereitete mir die bevorstehende Heimfahrt Kopfschmerzen. Dieses mal wurde es sogar noch verrückter. Unser Fahrer fuhr wieder schnell und drängte die Fahrzeuge vor ihm. Auch wenn kein Platz zum Überholen war, so fuhr er sehr dicht auf und hetzte die anderen Busse. Nicht zu vergessen, dass er dies machte, an Stellen wo es einige hundert Meter hinunter ging! Das war sie also, die berüchtige Südamerikanische Fahrweise auf den gefürchteten Strassen von denen man immer wieder von Busunfällen hört. Wie gesagt, da hilft nur noch Augen zu und beten! Und ja wir haben es überlebt 🙂

Wir erreichten Cusco um ca 19:00Uhr und waren alle drei erschöpft von diesem herrlichen Tag. Trotz der abenteuerlichen Fahrt zu den Rainbow Mountains, war es absolut Wert. Ich bin froh, dies gemacht zu haben! Falls ihr diesen wunderbaren Ort auch besuchen wollt. Denkt daran euch einige Tage an die Höhe anzuklimatisieren. Die Höhenkrankheit ist nicht zu unterschätzen! Auch solltet ihr in der Höhe immer genug trinken und wems hilft kann es mit Coca Tee oder Coca Blättern versuchen. Aber lasst euch nicht entmutigen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Machts gut

Mori

Ein Kommentar bei „Rainbow Mountains – Unglaubliche Landschaft!“

  1. Ich habe mit sehr grossem Interesse deine Reise verfolgt, es war sehr spannend und sehr Interessant. Ich hoffe, wenn du wieder hier bist das du uns noch einiges erzählen kannst ?
    Wir wünschen dir noch einen guten Flug.
    LG Jeannette und Böffel

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