Machu Picchu – Das Beste kommt zum Schluss

Liebe Familie, Freunde, Bekannte, Unbekannte

Machu Picchu! Inkaruinen! Peru!

Heute erfüllte sich ein langersehnter Traum von mir. Der Besuch des Machu Picchu in Peru! Ja, es war einer der Hauptgründe weshalb ich überhaupt nach Südamerika reisen wollte. Es wird aber gleichzeitig auch mein letztes Abenteuer auf meiner Weltreise sein. Der Höhepunkt zum Schluss!

Nun wie kommt man überhaupt auf den Berg zu den Inkaruinen? Es gibt diverse Wege, um auf den Machu Picchu zu kommen. Einerseits kann man die sogenannte „Inka Trail“ Wanderung machen, die aber aufgrund begrenzter Anzahl und Beliebheit bereits mindestens ein halbes Jahr vorher gebucht werden muss. Somit fiel diese Option weg. Ein anderer Weg ist beispielsweise der Salkantay Trek, dieser dauert aber 4 bis 5 Tage und soviel Zeit blieb uns nicht. Zudem gibt es Tagestouren, die man in Cusco buchen kann. Bedenkt man aber die Reisezeit von je 3 Stunden hin und zurück, so kam dies für mich nicht in Frage. Ich wollte den Moment geniessen und nicht unter Zeitdruck den Machu Picchu besuchen! Die sicherlich bequemste, aber nicht günstigste Möglichkeit, ist mit dem Zug nach Aguas Caliente zu fahren und von dort aus entweder mit dem Bus hochfahren oder hochlaufen.

Ich hatte im Vorfeld vom Luxus Panorama Zug von Perurail gehört. Dieser bieten einem eine gemütliche Fahrt mit Aussicht. Natürlich steckt im Wort Luxus ein hoher Preis. 190 Dollar würde eine solche Fahrt kosten! Denis und ich erkundigten uns also im Perurail Reisebüro vor Ort in Cusco. Wir hatten sogar noch Glück und es gab bis zum Ende des Monats April einen Rabatt von satten 35%! Somit kostete uns das Zugticket nur noch 120 Dollar! Wir benötigten zudem einen Halb-Tageseintritt zum Machu Picchu, der uns ungefähr 50 Dollar kostete. Da der Besuchansturm auf dieses Weltkulturerbe enorm gross ist, ist die Anzahl auf 2500 Gäste pro Tag beschränkt. Es gibt die Morgenschicht von 6:00 bis 12:00 Uhr und die Nachmittagschicht. Wir entschieden uns für die frühe Schicht. Des Weiteren blieben wir zwei Nächte in Aguas Caliente, damit wir einen ganzen Tag für den Besuch des Machu Picchu zur Verfügung hatten und nicht noch auf den Zug hetzen mussten. Da es mir sehr wichtig war, wenn möglich gutes Wetter zu erwischen, suchten wir uns den laut Wetterbericht besten Tag der Woche aus. Auch wenn das Wetter in den Bergen unberechenbar ist, war ich zuversichtlich! Gewappnet mit den beiden Tickets konnte es also losgehen. Als erstes wurden wir von Cusco mit dem Bus 2 Stunden zum Bahnhof gefahren. Dort stiegen wir in den Zug ein und fuhren ca 1 Stunde nach Aguas Caliente, dem Dorf unterhalb des Machu Picchu.

Die Zugfahrt war angenehm und wir erhielten sogar ein Frühstück. Na gut für diesen Preis darf man ein wenig Service erwarten 🙂

Aguas Caliente ist ein kleines verschlafenes Touristenstädchen. Mir gefiel es, ist es doch nur mit dem Zug erreichbar und Autos konnten dort auch keine fahren! Denis und ich gönnten uns am Nachmittag ein Bad in den lokalen heissen Quellen und schauten uns das Dorf an.

Von Aguas Caliente gibt es die Möglichkeit entweder den Bus hinauf zum Machu Picchu zu nehmen oder die ca 1000 Stufen hochzulaufen. Wir entschieden uns für die sportliche Variante. Der Machu Picchu öffnet erst um 6:00Uhr. Es wird versucht den Ansturm ein wenig zu regulieren indem die ersten Busse erst um 5:30 Uhr fahren oder die Brücke, um hinauflaufen zu können erst um 5:00 Uhr geöffnet wird. Da es viele Leute gibt, die möglichst früh oben sein wollen, ist es häufig so, dass man bereits für den Bus oder bei der Brücke anstehen muss. Also sprich bereits um 04:15 starten müsste und dann warten sollte bis es losgeht. Denis und ich gingen ein wenig später los und erreichten die Brücke erst um 5:20. Die grosse Masse war zu dieser Zeit bereits unterwegs zum Gipfel und wir hatten praktisch freie Bahn. Mit einem guten Tempo bewältigten wir den Aufstieg und waren schliesslich um 6:15 im Gelände.

Das ist meiner Meinung nach die beste Zeit. Denn die Ruinen sind praktisch noch menschenleer und man kann den Frieden dieses mythischen Ortes in vollen Zügen geniessen. Des weiteren kann man um diese Zeit den Sonnenaufgang sehen.

Mit der Zeit stiegen Wolken auf und für kurze Zeit waren die Ruinen sogar komplett wolkenbedeckt!

Ihr seht, das Wetter könnte einem ein magisches Erlebnis auch ruinieren. Aber zum Glück verzogen sich diese Wolken relativ schnell und die Sicht war wieder klar 🙂

Wir verweilten den ganzen Morgen auf dem Gelände, machten Fotos, genossen den Augenblick und waren einfach nur glücklich dort sein zu dürfen! Es würde auch die Möglichkeit auf die benachbarten Gipfel aufzusteigen, jedoch sind auch doch die Besucher pro Tag auf nur 400 Plätze beschränkt und man muss dies Monate im Voraus buchen. Falls ihr dies machen wollt, unbedingt frühzeitig informieren und buchen.

Aber es gibt auch Dinge, die man gratis machen kann wie zum Beispiel den Aussichtspunkt beim Sonnentor. Für diesen läuft man zwar wieder eine Weile hoch, aber man hat ja genügend Zeit zwischen 6 und 12 Uhr

Hier seht ihr übrigens die Strasse, auf welcher die Busse hinauf fahren. Der Wanderweg befindet sich auch dort dazwischen, nur macht dieser keine Kurven und geht auf direktem Wege steil hoch.

Mit der Zeit füllten sich die Ruinen mit Personen. Um 9:00 Uhr kamen die Touristen an, welche von Cusco eine Tagestour gebucht hatten. Auch ein weiterer Grund bereits um 6:00 Uhr oben zu sein!

Der Machu Picchu, eines der 7 Weltwunder der Neuzeit! Wahrscheinlich ist das sogar einer der Dinge, die man besucht haben sollte, bevor man stirbt!

Ein mythischer Ort, der einen verzaubert und in Realität sogar noch viel schöner ist, wie auf den Bildern!

Mein Highlight zum Schluss der Reise! Ein Traum der in Erfüllung ging!

Liebe Grüsse

Mori

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