Hobbiton – Der Herr der Ringe Filmset

Hey Leute,

Nach den faszinierend, abenteuerlichen Waitomo Caves ging es am Nachmittag weiter nach Hobbiton. Dieser Ort stand ganz weit oben auf meiner To do Liste in Neuseeland.

Hobbiton ist ein berühmter Drehort aus den Filmen Der Hobbit und Der Herr der Ringe. Der Regisseur Peter Jackson hatte diesen Fleck Erde ausgesucht, nachdem er zuvor mit dem Helikopter Ausschau nach geeigneten Plätzen gehalten hatte. Das Land gehörte einem neuseeländischen Farmer, welcher durch diesen Clou den Deal seines Lebens gemacht hat. Das Filmset wurde für den ersten Teil von Herr der Ringe aufgebaut und anschliessend wieder komplett abgebaut. Nachdem aber durch den Film „Der Hobbit“, welcher erst Jahre später gedreht wurde, das Set nochmals benötigt wurde, entschloss man es so zu bauen, dass es auch zukünftig bestehen bleiben würde. Somit steht Hobbiton heute noch und ist eine weitere Touristenattraktion Neuseelands. Täglich strömen tausende Leute aus aller Welt hierher. Die Tourguidin erzählte uns während der Führung, dass sogar Leute, wieder einmal die lieben Freunde aus China, hierher kommen würden und tatsächlich fragen würden, was ein Hobbit ist. Da muss ich einfach wieder schmunzeln. Einfach nach Hobbiton gehen, weil es im Reiseführer als Attraktion beschrieben ist und nicht mal wissen was ein Hobbit ist!

Hobbiton kann nur mithilfe einer Führung besucht werden. Man merkt, dass das Ganze sehr gut organisiert ist und grösstmöglichster Profit aus der Bekanntschaft des Ortes gemacht wird. Mich hat dies nicht gestört. Die 2 stündige Filmsetführung, welche ca 50 CHF kostet, war das Geld absolut Wert. Ich erfuhr viele Dinge über den Dreh, unter anderem, dass man als Hobbit maximal 120cm gross sein darf. Man hätte nun alles kleinwüchsige Menschen engagieren können oder man arbeitete mit der Technik. Peter Jackson, der Regisseur, wählte den zweiten Weg und schrumpfte die Schauspieler mit Hilfe einer Tricktechnik auf diese Grösse. Elijah Wood, einer der Hauptdarsteller, war zum Beispiel 168 cm gross. Es war schon was besonderes, sich in dieser Szenerie zu bewegen zu dürfen und gleichzeitig Bilder der Filme im Kopf zu haben wo was stattfand. Als wir dann so ein Hobbithaus genauer unter die Lupe nahmen, sah man aber, dass es eine Attrappe war. Hinter der Haustür war nichts zu sehen. Die Szenen im Innern wurden in den Filmstudios in Amerika gedreht.

Peter Jackson legte extrem Wert auf die Details. Überall sah man kleine Dinge, die wahrscheinlich im Film nur sehr kurz oder gar nicht zu sehen waren. Es war eine Mischung zwischen echter Natur und Requisiten. Mich erstaunte, was für ein riesen Aufwand betrieben wurde, um einige Anfangsszenen filmen zu können. Aber ich glaube auch, dass es genau deswegen auch so ein Riesenerfolg wurde. Man merkt den Filmen die Lieben zum Detail auch an. Zum Beispiel das Fest mit dem Feuerwerk. Peter Jackson wollte, dass die Schauspieler richtig feiern sollten, also mit Alkohol und Stimmung. Das Problem, wenn die Schauspieler zu besoffen sind, wird der Dreh auch nichts. Also wurde Ligth Bier ausgeschenkt mit wenig Alkoholgehalt, aber den Leuten gleichzeitig erzählt, dass es richtiges Bier sei. Ganz schön clever 😉

Zum Schluss der Führung durften wir im originalen Gasthaus von Hobbiton, dem Green Dragon, ein Bier im Becher trinken, den man auch im Film sieht. Die Movie-Set Tour, wie sie verkauft wird, war absolut gelungen und es entsprach vollkommen meinen Erwartungen.

Ein langer Tag ging zu Ende. Nach der Tour wurden wir nach Rotorua gefahren und ich fühlte mich total erschöpft. Zum Glück habe ich im Vorfeld so geplant, dass ich hier länger bleiben werde und nicht am nächsten Tag bereits wieder unterwegs sein musste.

Dafür, dass ich am Abend zuvor mit Fieber im Bett lag, war ich glücklich, dass ich die beiden Aktivitäten trotzdem machen konnte.

Liebe Grüsse

Nach diesem Besuch, hatte ich Lust die Herr der Ringe und die Hobbit Filme wieder zu schauen 🙂

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