Abel Tasman Teil 2 – Hoch, höher, Skydive

Hey Leute… es gibt was zu lesen 🙂

Heute war mein offiziell letzter Tag auf der Tour. Ich habe mir das Beste zum Schluss aufgehoben oder wenn man es anders ausdrücken möchte, ich habe es bis zum Schluss herausgezögert 🙂 Denn vor meiner Reise habe ich gesagt ich möchte entweder in Australien oder Neuseeland einen Skydive machen, also einen Fallschirmsprung auf Deutsch.

Es war meine letzte Möglichkeit, denn nachher ging es weiter nach Südamerika und da wollte ich dies nicht unbedingt machen. Ich war nervöser wie vor dem Bungee Sprung, denn ich mag eigentlich keine Höhen und aus 5000 Meter aus einem Flugzeug springen schon gar nicht 🙂 Aber man soll ja seine Grenzen austesten und die anderen ermutigten mich. Wir waren zu 6 an diesem schönen Freitag morgen. Die Wetterbedingungen konnten besser nicht sein. Dennoch ging es ziemlich hektisch zu und her. Wie kann ich das euch am besten beschreiben. Nun fangen wir mal mit dem Video an. Bei Bedarf, konnte man sich einen zusätzlichen Springer dazubuchen, der den ganzen Sprung auf Video dokumentierte. Das Problem an diesem Morgen war, dass sie überbucht waren weil gestern aufgrund des Wetters nicht gesprungen wurde und man die Leute auf den Tag danach geplant hatte. Das blöde war nur, dass wir einen Zeitplan hatten und den einhalten mussten, da wir vom Bus abgeholt werden und die Leute, welche nicht springen nicht Ewigkeiten auf uns warten müssen. So. Nun war aber das Flugzeug zu klein für soviele Leute, denn es wollten 6 von uns springen und wenn natürlich ein Kameramann mitspringt, braucht der einen zusätzlichen Platz im Flugzeug. Aufgrund des straffen Zeitlplans fragte uns die Organisatorin, ob jemand auf das Video verzichten könnte, da dann mehr Leute bei einem Flug springen könnten. Bei mir war der Fall bereits von Beginn weg klar. Ich kaufte mir kein Video! Da ich aber das einzige männliche Wesen war und die Mädels bekanntlich kompliziert sind, dauerte es sehr lange und niemand von ihnen wollte auf das Video verzichten. Es sei der einzige Grund weshalb sie springen würde, hiess es von einem Mädel. Also nochmals zum mitschreiben. Sie wollte nur wegen den Bildern springen und nicht wegen der Erfahrung! Soweit sind wir also heute in Zeiten von Social Media!

Es gab keine Einigung. Jede beharrte auf ihren Kameramann, auch wenn das Video im Endeffekt ca 150.- CHF kostete. Wahrscheinlich könnten sie auch 1000.- verlangen und die Leute würdens zahlen! So war es ziemlich hektisch im Office was wiederum den Eindruck von Unprofessionalität vermittelte und mich noch unsicherer machte. Es kam sogar soweit, dass sich dann ein Mädel umentschied und nicht sprang, weil alles so chaotisch zu und herging.

Auf der anderen Seite mussten aber die Organisatoren damit rechnen, dass jeder einen Kameramann möchte, somit war es ihre Aufgabe, die Situation zu lösen. Schliesslich wussten sie ja wieviele Leute kommen würden! Der Kompromiss war dann, dass wir zur nächsten Ortschaft gefahren wurden und der Bus nicht auf uns warten musste, da dort Mittagspause war.

So das war also die Ausgangslage für meinen ersten Tandem Fallschirmsprung.

Ich dachte mir schon, dass im Hintergrund alles sehr professionell ablief und die Springer nichts von der Hektik im Front Office mitbekommen würden. Sie machten auch alle einen sehr entspannten Eindruck, was mich wiederum beruhigte. Und als es dann hiess umziehen, stieg mein Puls. Die Luisa, ich und ein weiterer Schweizer sprangen zur selben Zeit. Spätenstens hier wusste ich, dass es alles sehr professionell abläuft. Im Hintergrund werden die Fallschirme für die Springen parat gemacht und mit einer speziellen Anlagen gestestet, ob alles in Ordnung ist.

Das war unser kleines Flugzeug, dass uns auf eine Höhe von 5000 Meter bringen sollte. Soviel ich mitbekommen habe, sogar ein Schweizer Modell. Möglicherweise eine Pilatus… Keine Ahnung.

Nicht das jemand etwas missversteht, es sind natürlich Tandem Sprünge. Also das heisst man ist mit einem professionellen Springer verbunden und muss nichts selber machen.

Die Propeller starteten und das Flugzeug hebte ab. Es war auch mein erstes mal in solch einem kleinen Flugzeug. Nebst der Höhe, stieg auch mein Puls und es half auch nicht, dass ich nach unten schaute. Mein Springer versuchte mich abzulenken indem er Small Talk führen wollte währendem er nochmals die Befestigung anzog und sicherstellte, dass ich auch voll an ihm angemacht war. Als wir dann auf 4500 Meter waren, mussten wir durch eine Oxygen Maske atmen, die man eigentlich nur aus dem Sicherheitsprogramm eines Flugzeugs kennt. War ein irritierendes Gefühl, aber der Sauerstoffgehalt auf dieser Höhe ist halt sehr gering.

Dann ging es sehr schnell, die Türe öffnete sich und ich sass an der Kante. Der sichere Boden war 5000 Meter entfernt. Es half nichts mehr. Für ein zurück war es nun zu spät. Plötzlich wurde es kalt und wir bretterten mit enormer Geschwindigkeit im freien Fall zurück in Richtung Erde. Das Atmen war nicht einfach und die kalte Luft erschwerte es nur mehr. Der freie Fall dauerte ca 50 Sekunden und als ich den erlösenden Klang des offenen Fallschirms hörte, konnte ich die Aussicht richtig geniessen. Wir gleiteten ruhig in der Luft währendem es spürbar wärmer wurde, je näher wir dem Boden kamen. Dann hiess es Füsse hoch und Landung auf dem weichen Gras. Ihr glaubt nicht was das für ein schönes Gefühl war, auf sicherem Boden zu sein. Der Gesichtsaudruck ist bei allen gleich. Ein Lächeln, dass nicht mehr aufhören will. Stolz es gepackt zu haben!

Schaut euch den strahlend blauen Himmel an. Die Aussicht da obe war gigantisch!

Ob ich es nochmal machen würde, nun vielleicht schon, aber mit 290.- CHF hat das Skydive auch seinen stolzen Preis!

in diesem Sinne… Volaaaare ohhhohh

Mori

Ein Kommentar bei „Abel Tasman Teil 2 – Hoch, höher, Skydive“

  1. Respeckt!!😑😑

Schreibe einen Kommentar