Hola
Da meine Schule erst später anfangen sollte und ich noch freie Tage in Argentinien hatte, beschloss ich kurzerhand in den Süden des Landes zu fliegen. Es war schon immer ein Traum von mir, meinen Namensvetter, den weltberühmten Perito Moreno zu sehen. Dieser befindet sich in Patagonien und von Buenos Aires aus kann man mit dem Bus, welcher ca 40 Stunden dauert fahren oder mit dem Flugzeug nach El Calafate, der nächstgelegenen Ortschaft, fliegen. Ich fand zum Glück noch einen relativ günstigen Flug und so machte ich mich am Dienstag auf den Weg zum Flughafen.
Da ich mich auf der anderen Seite der Erdkugel befinde, bedeutet es, je südlicher umso kälter! Und so verliess ich Buenos Aires mit durchschnittlich warmen 28 Grad und landete in El Calafate mit durchschnittlichen 15 Grad. Zum Glück hatte ich meine warmen Sachen von Neuseeland noch dabei, so konnte ich diese wieder benutzen. Der Flughafen in El Calafate ist nicht besonders gross. Ich hatte im Vorfeld einen Shuttle Bus vom Hostel gebucht und so wurde ich mit einem Namensschild erwartet. Eine ziemlich coole Sache, oder wurdet ihr schonmal von jemanden mit Namensschild vom Flughafen abgeholt?! Zugegeben, es war nicht ein exklusives Namensschild. Ein weiterer Name war noch darauf zu sehen. Sandra! Als sie später mit ihrem Deuter Rucksack auftauchte, wusste ich sofort das es sich um eine Schweizerin oder Deutsche handeln muss. Und tatsächlich kam sie aus Deutschland! Also wieder auf Hochdeutsch umstellen.
El Calafate ist ein beschaulicher Ort, der wie ein Bergdorf bzw einem Wintersporttourismus aussieht.

Sandra und ich wollten beide zum Perito Moreno und so beschlossen wir für den nächsten Tag einen Bus im Hostel zu buchen, der zu dem ca. 80km entfernten Gletscher bringen sollte.
Am Abend kochten wir uns noch Spaghetti und teilten die kleine Küche mit einigen anderen Personen. Unter anderem war da eine Asiatin, die versuchte die Gasherdplatte zu entzünden oder die Küche in die Luft zu jagen. Ich wusste es zu dem Zeitpunkt nicht. Denn anstatt den Gashahn bei einem erfolglosen Versuch wieder abzudrehen, liess sie das Gas einfach munter laufen währendem sie versuchte ein weiteres Streichholz zu entzünden. Beim dritten Versuch klappte es zum Glück.
Am nächsten Morgen wurden wir um 8:00 Uhr abgeholt. Ich freute mich echt, den wohl berühmtesten Gletscher der Welt mal live zu sehen. Das Wetter spielte zum Glück auch mit. Strahlender Sonnenschein mit verzeinzelten Wolken erwarteten uns. Beim Perito Moreno blieben uns ganze 6 Stunden Zeit und wir durften uns frei bewegen! Endlich musste mal nicht gehezt werden und es konnte in Ruhe der Augenblick genossen werden. Der Nationalpark, welcher noch zusätzlich zu der 600 Pesos teueren Busfahrt, 500 Pesos Eintritt kostet, war sehr übersichtlich. Die verschiedenen Aussichtspunkte waren auf der Karte gut ersichtlich und sogar die Zeit, die man für den einzelnen Weg benötigt, war vermerkt.


Es war echt beeindruckend. Der Perito Moreno ist riesig! Soviel ich weiss, ist das einer der wenigen Gletschern auf der Welt der noch stetig wächst. Zwischendurch brachen immer wieder Eisstücke ins Wasser. Ein aussergewöhnliches Ereignis. (Update: Vielleicht hat es der eine oder andere mitgekriegt. Unterdessen sind grosse Stücke vom Perito abgebrochen! Ich konnte ihn glücklicherweise noch in seiner vollen Pracht bewundern).


Pünktlich um 16:00 Uhr fuhr der Bus dann wieder zurück nach El Calafate.
So das wars vom berühmtesten Gletscher der Welt!
Mori

Sehr schöne Bilder!
Ich staune, dass es noch einige, mutige Frauen gibt, welche alleine reisen. Aber zum Glück treffen diese dich an 😄
Ja es sind wesentlich mehr Frauen am Reisen wie Männer…