Hallooooo
Meine Neuseelandreise neigt sich dem Ende entgegen. Wir verbrachten die letzten 3 Tage der Tour im Abel Tasman Nationalpark. Für einmal mussten wir die Zelte nicht nur für eine Nacht aufbauen. Es ist der kleinste Nationalpark Neuseelands und ist für seine zahlreichen kleinen Buchten mit Sandstränden und türkisfarbenem Wasser bekannt. Zudem ist es eine der mildesten Region der Insel. An dieser Stelle landete der erste europäischer Seefahrer, der Holländer Abel Tasman im Jahre 1642. Es war die erste Berührung Neuseelands durch einen Europäer!
Wir hatten unser Camp in Marahau, einem kleinen Ort mitten im Park. Von da aus starteten unsere diversen Aktivitäten wie zum Beispiel das Canyoning, für welches ich mich und weitere 10 Leute der Gruppe angemeldet hatten.

Canyoning bedeuted das begehen einer Schlucht von oben nach unten in unterschiedlichsten Weisen. Durch Abseilen, Abklettern, Springen, Rutschen, Schwimmen gelangt man in geeigneter Ausrüstung durch die Schluchten.
Zuerst wurde die Gruppe von den beiden Guides instruiert und man musste eine Verzichtserklärung unterschreiben, denn Canyoning ist nicht ungefährlich für Anfänger. Auch wenn wir Anweisungen und Hilfe der Guides erhalten musst man den Weg trotzdem selber meistern! Bei unkoordinativen Personen kann dies auch mit Verletzungen enden. Sogar ein Notfallkontakt wurde verlangt, liebe Mamma das warst dann du 🙂 Nachdem wir unsere Ausrüstung angezogen hatten, machten wir uns mit dem Wassertaxi auf den Weg zum Startpunkt des Flusses. Kurioserweise mussten wir zuerst mithilfe eines Traktors zum Wasser geschleppt werden, da Ebbe herrschte und das Meer sehr weit zurückgezogen war. Und es gab etliche Traktoren, denn jedes Boot konnte nur mit deren Hilfe einwassern! In anderen Ländern werden eben Traktoren für andere Zwecke verwendet 🙂

Wir waren früh morgens unterwegs und hatten einen schönen Ausblick auf den Sonnenaufgang.

Mitten während der Fahrt, bemerkte der Kapitän des Bootes, dass wir Öl verloren und hielt an. Daraufhin mussten wir sogar das Boot wechseln 🙂
Nach einer Verspätung erreichten wir das erste Ziel, den Strand! Doch Canyoning heisst ja eine Schlucht hinunter kommen. Das heisst wir mussten zuerst noch zum Startpunkt hochlaufen, mit dem hautengen Neoprenanzug war dies nicht so angenehm. Hier noch eine kleine Aussicht von der Wanderung.

Nach einer Weile hatten wir es dann geschafft, jeder durfte, musste nochmals ins Busch WC denn für die nächsten 4 Stunden hiess es keine WC Pause! Wir erhielten noch letzte Instruktionen bevor es dann losging.


Das Wasser hatte selbstverständlich keine Wohlfühltemperatur, wir sind ja hart im nehmen. Es soll ja ein Abenteuer sein! Wir kämpften uns durch die verschiedenen Hindernisse, seilten uns ab, sprangen von 8 Meter Höhe ins Wasser, glitten Steine hinunter, liessen uns rücklings in einen Wasserfall treiben und vieles mehr.

Canyoning ist phyisch anspruchsvoll und man muss echt aufpassen, dass man nicht blöde ausrutscht, denn wenn hier oben etwas passieren würde, wäre kein Spital schnell um die Ecke.

Mir hat das ganze sehr Spass gemacht. Eine neue Herausfordung, die ich bisher nicht kannte.
Hier noch ein kurzes 10 Sekunden Video vom Sprung.
Am Abend war dann noch Valentinstag und wir mussten wichteln und kleine Geschenke machen. Tja… wer mich kennt weiss was ich von solchen künstlich erzwungenen Aktionen halte 🙂
So das war mein erstes Abenteuer hier im Abel Tasman Nationalpark. Das zweite folgt dann noch.
Machts gut
Mori

Oh jeee, zum Glück erfahre ich von deinen gefährlichen Abenteuern erst im Nachhinein. 😱 und bin immer froh, wenn alles gut gegangen ist. 👍