Hallo zusammen,
Ich erzähle euch von den Highlights der zweiten Woche hier in Buenos Aires.
Wenn man in einem fremden Land ist, so sollte man die kulinarischen Spezialitäten ausprobieren. Hier in Argentinien ist ganz klar das Asado, sprich das gegrillte Fleisch, mit einem Rotwein, eine Delikatesse. Wir sind an einem Abend in ein teureres Restaurant namens Don Julio im Stadtteil Palermo gegangen. Dies wurde uns empfohlen und so gönnten wir uns ein Steak mit Rotwein. Dazu muss gesagt werden, dass die Menschen hier in Argentinien relativ spät essen. Also die Restaurants füllen sich ab 21:00 Uhr. Glücklicherweise sind wir es gewohnt, früher zu essen und so hatten wir 19:00 Uhr noch einen Tisch. Später mussten die Leute anstehen und warten bis jemand fertig war, so populär war dieses Restaurant! Und ich kann euch sagen, das Fleisch sieht nicht nur gut aus, es hat auch super geschmeckt 🙂

Es gibt auch noch anderes wie zum Beispiel die Milanese. Für mich ist es ein Schnitzel Pommes, aber meine Deutschen Freunde haben dies vehement verneint. Das Schnitzel sei etwas typisch Deutsches.

Ich ass hier eigentlich ziemlich gut. Okey wahrscheinlich sehr ungesund :). Ein typisches Frühstück zum Beispiel war das „Cafe con leche y 3 Medialunas“. Also Kaffe mit Milch und Croissants. Zudem habe ich auch viel Empanadas gegessen, gefüllte Teigtaschen, die relativ günstig sind und den Hunger schnell stillen.
Ich versuchte stehts den argentinischen Lifestyle ein wenig zu leben. Dazu gehört natürlich auch der Tango. Buenos Aires ist die Geburtsstätte des Tangos. Von den armen Regionen hier eroberte dieser Tanz die ganze Welt! Wobei anscheinend die Jungen heute nicht mehr Tango tanzen was ich sehr schade finde.
Mit einigen Leuten aus der Schule besuchte ich an einem Abend eine Tango Veranstaltung an der man zuerst eine Tanzstunde hatte und anschliessend ein live Konzert spielte. Es war keine typische Tango Show für Touristen. Nein, die Menschen die dort tanzen gingen, waren Einheimische, die ihr Hobby fröhnten. Doch auch hier begann alles ein wenig später. Die Veranstaltung fing erst um 21:00 Uhr an, wobei die erste Stunde Tanzunterricht war. Hier lernte ich das Einmal Eins des Tangos!

Ab 22:00 Uhr betraten dann die Einheimischen, die Profis, die Tanzfläche und zeigten uns wie getantzt wird. Begleitet von einer live Band bewegten sie sich in Richtung gegen den Uhrzeiger. Der Tango ist ein sehr leidenschaftlicher Tanz! Es wird sehr innig getantzt und dies spielt keine Rolle ob man einen Tanzpartner kennt oder nicht! Das Wichtigste am Tango ist die Leidenschaft. Sich völlig der melancholischen Musik hingeben und gehen lassen ist etwas, dass man vor allem in unseren Breitengraden nicht gut kann. Die Südamerikaner sind da wesentlich entspannter.

Die Show dauerte lange. So dass wir beschlossen um 00:30 Uhr heimzugehen. Es war ja schliesslich nicht Wochenende und am nächsten Morgen musste wieder gelernt werden. Ich staune wie das die Einheimischen hinkriegen. Was ich gehört habe, ist, dass sie später anfangen zu arbeiten oder einfach nicht viel schlafen.
Die Woche in der Schule war wieder intensiv. Wir lernten jeden Tag neue Wörter zu verschiedenen Themen mit zwischendurch Grammatik Lektionen. Dafür belohnten wir uns jeweils mit einem Bier am Abend. Einer dieser Abende verbrachten wir im Gebiet Puerto Madero, dem noblem Teil von Buenos Aires! Sam, ein Kanadischer Schulkumpel hatte dort seine Unterkunft. Es war eine ziemlich schöne Gegegend, vor allem die Beleuchtung bei Nacht.

Es fand sogar zu dieser Zeit ein Modeshow im Freien statt. Ich beobachtete die Show ein wenig. Die Models waren alle extremst mager. Wenn man diese im Fernsehen sieht, scheinen sie niemals so dünn wie sie in Wirklichkeit sind. Überhaupt verstehe ich die ganze Modenwelt nicht, aber dies ist ein anderes Thema. Hauptsache die Show stimmt 🙂

An diesem Abend streikte zudem die Metro. Ich musste also zum ersten mal den Bus nehmen und und dies ist hier nicht ganz einfach wenn man sich nicht auskennt. Man muss die Busnummer und die Haltestellen kennen. Zudem haben die Busse keine Uhrzeit, also man weiss nie wannd der fährt. Ich ging zum Busterminal und nahm einen Metrobus zur nächstgrösseren Haltestelle in meiner Nähe. Wenn man muss, schafft man es eben doch irgendwie 🙂
Liebe Grüsse
Mori
