Uluru – Ein Traum wird wahr

Hey Leute

Ich habe den roten Felsen im Outback endlich besucht. Schon lange war dies ein Traum von mir. Es war super schön, auch wenn es ein wenig anders kam als erwartet, die Story dazu.

Die 3 – Tagestour zum Uluru oder auch Ayers Rock genannt, war schon lange im Voraus geplant. Meine Reise habe ich sozusagen um diesen Fixpunkt herum gestaltet. Der Grund dafür waren meine zwei lieben Freunde aus der Schweiz, Daniel und Sybille. Da sie zur gleichen Zeit in Australien in den Ferien sind, haben wir beschlossen uns im Hotel zu treffen und diese Tour gemeinsam zu machen.

Ich übernachtete also zum ersten mal auf meiner Reise in einem Hotel. In dem Moment war das 3 Sterne Hotel purer Luxus für mich. Ich hatte für einmal mein eigenes Zimmer mit 3 Betten, einem Doppelbett und einem Einzelnen (als Preisvergleich, mit dieser einen Übernachtung hätte ich eine Woche in Hostels schlafen können ;)..)

Wir wurden um ca 05.40 Uhr vom Hotel abgeholt. Unsere Tourguide war bereits voller Energie und hiess uns herzlich Wilkommen auf der Emu Run Tour. Wir sammelten also alle weiteren „Emus“ ein, wie uns die Tourguide liebevoll nannte und machten uns auf zum 5h entfernten Uluru. Die Fahrt führte durchs wilde Outback, links und rechts nichts ausser einer schnurgeraden Strasse.

Wir hielten an einer Raststätte und besuchten den zentralsten Punkt Australiens. War schon ziemlich beeindruckend, im Zentrum eines ganzen Kontinents zu sein. Da stellt sich mir die Frage, wo liegt der zentralste Punkt Europas, in der Schweiz vielleicht?!

Daraufhin ging die Fahrt weiter. Es ist schon merkwürdig, in der Schweiz sind bereits 1h 30min eine lange Fahrt, aber hier in Australien ist dies ein Katzensprung. Seit ich hier bin, ändert sich meine Wahrnehmung für kurze oder weite Autofahrten und es wird einem bewusst wie schnell man eigentlich in der Schweiz überall sein kann. Nach einigen Stunden war es dann soweit, der rote Felsen konnte man auf der ebenen Fläche bereits von Weitem sehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gemischte Gefühle. Zum Einen war ich überwältig von der Grösse des Uluru und zum Andern haderte ich mit dem Wettergott. Eigentlich wäre mir nie in den Sinn gekommen, im Vorfeld den Wetterbericht anzuschauen, sind wir doch in der Wüste und an einem der trockensten Orte der Welt! Tatsächlich war es genau an diesem Tag bewölkt und es regnete zwischendurch. Was für ein Pech muss man haben, bei einer Wahrscheinlichkeit von 0,5% (laut Tourguide) einen solchen Regentag zu erwischen. Unsere Tourguide meinte dann was für ein Glück wir hätten. Alles sei so „amazing“ und „beautiful“. Zuerst dachte ich, ich höre schlecht. Glück?! Hallo es regnete! Was soll da bitteschön Glück sein. Wenn ich Regen will, bleibe ich der Schweiz. Ich war sichtlich genervt und regte mich mehr auf, als dass ich die Situation geniessen konnte. Sybille schloss sich mir an, wenn auch nicht ganz so entnervt wie ich. Der Einzige der ruhig blieb war Daniel. Er versuchte die Situation schönzureden und uns ein wenig aufzumuntern. Leider mit mässigem Erfolg, aber an dieser Stelle ein grosses Dankeschön an dich 😉 . Mein Traum vom im Sonnenuntergang glühenden roten Felsen mit strahlend blauem Himmel war geplatzt. Die Wolken und der Regen machten ihn zunichte. Danke Petrus!!!

Nach der verkorksten Busfahrt nun das!
Wir wanderten also um den Uluru einmal ringsherum und betrachteten, woraus dieser überhaupt besteht. Leider konnten wir ihn nicht besteigen, da der Wanderweg aufgrund Regen gesperrt war. 

Die Wanderung half mir ein wenig, mich zu beruhigen. Wir machten uns anschliessend auf den Weg zum Sonnenuntergang Lookout Point. Nun ja ich erhoffte mir nichts Spektakuläres, war doch der Himmel immer noch verdeckt. Es kam aber wieder anders als erwartet. Petrus schien mitleid mit mir zu haben. Der Himmel öffnete sich langsam und die Sonne konnte zum Teil durchdringen. Ihr wisst ja was Regen und Sonneschein gleichzeitig ergeben. Ja, es enstand ein Regenbogen über dem Uluru! Dieser Anblick war wirklich eine Seltenheit, unsere Tourguide kam sogar ins schwärmen und machte kräftig Fotos. Was für eine Wende. Die betrübte Stimmung, der meisten Leute, ausgenommen Daniel, der zu jeder Zeit an einen spektakulären Sonnenuntergang geglaubt hatte, verbesserte sich blitzartig. (Randnotiz: Daniel glaubte auch daran das Schweden sich für die Fussball WM qualifizieren würde). Überall lachende Gesichter, Selfie-Posen, Gruppenfotos, es wurde geknipst bis die Finger glühten.
Tag 1 unserer Tour endete schliesslich mit einem BBQ und einem klaren Sternenhimmel. Was bei diesen Wolken auch nicht zu erwarten war.

Die Moral der Geschichte, glaubt nicht alles was Daniel behauptet, aber manchmal hat der Kerl einfach Recht  😉

Liebe Grüsse in die CH

5 Kommentare bei „Uluru – Ein Traum wird wahr“

  1. Wow, super Bild mit doppeltem Regenbogen 🌈

  2. Sicher e Fotomontage… Es git App für so Fotos :-)……

    1. Nei, isch kei fotomontage.

  3. Airi Törnqvist sagt: Antworten

    Du hast wunderschöne Reisen gemacht!! Wunderschöne Bilder!
    Wohin willst du weiterreisen? Vielleicht nach Süd Florida…wir sind hier bis 10. April und haben ein Gästezimmer und ein Wagen… Wir konnten mit dir zum Beispiel Key West besuchen, also ob du interessiert bist… Es wäre toll dich hier in Florida zu sehen.. Du kannst gerne hier übernachten, du bist immer willkommen 🙂

    1. Hey airi,
      Thank you for your warm welcoming! I greatly appreciate that. I will go to new zealand january and february and next year in march, april i will be in south america to learn spanish :).

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