Hallihallo
Der Tag 2 der Tour begann seeeehr früh am Morgen. Wir wollten den Sonnenaufgang am Uluru sehen und so mussten wir pünktlich um 4:45 Uhr losfahren. Leider gab es da eine Teilnehmerin in der Gruppe, die ihr Necessaire vermisste und dadurch die Losfahrt verzögerte. Die Leute wurden schon nervös und schauten unruhig auf die Uhr. Nach einer gefühlten Ewigkeit Suchen wurde das Necessaire gefunden. Einige Zeit später stellte sich heraus, dass das Necessaire im falschen Zelt war, wieso auch immer :). Der Namen der Teilnehmerin möchte ich nicht verraten, aber er fängt mit „S“ an und hört mit „ibylle“ auf.
Der Sonnenaufgang war aufgrund Wolkendecke nicht so schön.
Am meisten haben wir uns über einen alten Mann amüsiert, welcher extra ein Stativ mit Kamera aufgebaut hatte und nebendran noch mit seiner Spiegelreflexkamera einen nicht spektakulären Sonnenaufgang festhielt. Er war wahrscheinlich bereits um 4Uhr morgens dort um die beste Position zu beziehen. Verstehe wer will.
Der Uluru ist nicht das einzige Gesteinsmassiv in der Gegend. Mir war dies bisher nicht bekannt, es gibt aber auch weitere „rote Felse“, welche in dieser Ebene herausragen. Kata-Tjuta ist nur 30km entfernt. Grösser und Länger wie der Uluru, war es heute das Ziel unsere Wanderung. Es war gerade mal 6 Uhr morgens, aber ja wieso nicht wandern gehen um diese Zeit. Die Vorteile wie die enorme Hitze oder die vielen Fliegen überwogen das Ausschlafen. Zudem ist der Längere Pfad durch das Massiv ab 10 Uhr morgens geschlossen aufgrund zu hoher Hitze. Die Parkranger sind da sehr streng. Man muss auch mindestens 3 Liter Wasser dabei haben, ansonsten kann man gebüsst werden. Der Wanderweg, dauerte ca 4h und war ca 7km lang. Es hat sehr viel Spass gemacht und belohnt wurden wir mit tollen Ausblicken.
Wir schweizer Wanderer waren natürlich vorne dabei. Wir sind uns gesteiniges Terrain ja gewohnt. Da hatten einige Leute der Gruppe komischerweise mehr Mühe :).
Nach dem Mittagessen, welches auf solchen Touren meistens aus selbstgemachten Wraps besteht (die Gruppe bereitet diese selber zu) fuhren wir dann 5h weiter zu unserem Camp in der Nähe des Kings Canyon. Auf dem Weg sammelten wir Holz ein, um am Abend ein Lagerfeuer zu machen. Das Camp war sehr abseits im Park, wo es auch Dingos hatte (ihr wisst schon, die Fleischfressenden Wolfartigen Hunde). Gerade als wir dort angekommen waren, zog ein Sturm mit viel Regen auf und die Umgebung plus unser Holz wurden nass. Die Tourguidin verkündete dann entäuscht, dass es dann wohl kein Lagerfeuer geben würde. Da packte mich der Ehrgeiz und zusammen mit Daniel und einem Australier versuchten wir mit nassem Holz ein Feuer zu entfachen. Der sch**** Regen hatte schon genug kaputt gemacht, das Lagerfeuer liessen wir uns nicht auch noch nehmen. Ein Versuch war es auf jedenfall Wert. Und während die anderen das Nachtessen, Känguruh, Rind BBQ zubereiteten, machten wir uns taktische Überlegungen, wie uns das Entfachen des Feuers mit wenig Papier und nassem Holz gelingen sollte. Der Rest der Gruppe inkl. Tourguidin belächelte unseren Versuch und sie waren der Meinung, dass es eh nicht klappen würde.
Wenn sie da nicht unsere schweizer Pfadfinder Qualitäten unterschätzen würden….
Jedenfalls entschlossen wir uns, einige Holzstücke neben dem Grill ein wenig Trocknen zu lassen und es nach dem Nachtessen zu versuchen.
Wir erhielten einige Kassenbons von Leuten, um das Fehlen an Zeitungspapier zu kompensieren. Die Leute hatten bereits Stühle ums Lagerfeuer aufgestellt und schauten uns gespannt zu. Daniel zündete die Papierfetzen an und versuchte kleine Holzäste zum Brennen zu bringen. Leider klappte dies nicht und wir verbrauchten unsere „Anzünderli“. Nun gut, wir benötigten also viel mehr Hitze, um das zumindest aussen nasse Geäst zum Brennen zu bringen. Daniel fand bei sich das ausgedruckte Tourprogramm. Zudem sammelten wir das nasse Gras, da dies wesentlich dünner ist und somit auch schneller trocknet und brennt. Dies war der Schlüssel zum Erfolg. Das Feuer war entfacht, jetzt mussten wir es am Leben erhalten. Mit dem Buschgras klappte dies dann sehr gut. Somit konnten wir auch das Holz zum Brennen kriegen und wir hatten unser Lagerfeuer mit nassem Holz. Die Gruppenteilnehmer staunten nicht schlecht. Sogar die Tourguidin war überrascht. Somit konnten die Marshmallows doch noch gegrillt werden.
Manchmal muss man halt nur dran glauben und nicht aufgeben 😉
in diesem Sinne. Bleibt dran.






“ Manchmal muss man halt nur dran glauben und nicht aufgeben“ coole Spruch…
Cha passiere wenns dunkel isch und mini Taschelampe vo öbber anderem beschlagnahmt worde isch 😛
Zur Ergänzig: Dr Mori isch hauptsächlich fürs Lagerfüür zueständig gsi und het alles drfür do und eus motiviert dasses brennt!🔥
Hahahaha herrlich 😂🤣🤣 und wo bliebt s Foti vo dem tolle Lagerfüür? 🔥 😜
Me muess nit immer alles fötele 😋