Lake Aniwhenua – Maori Kulturstopp

Guten Morgen zusammen,

Die Maori. Jeder von uns hat diesen Begriff schon einmal gehört. Doch was genau bedeutet es, ein Maori zu sein?

Beim Stopp am Lake Aniwhenua ging es darum, einen Einblick in das Leben der einheimischen Menschen und deren Kultur zu erhalten. Wir durften ein traditionelles maorisches Nachtessen geniessen und Aktivitäten wie den Haka oder das Aale angeln bei Nacht ausüben.

Nachdem wir empfangen wurden, ging es gleich los mit den Haka lernen. Der Haka ist ein Tanz, der früher dazu diente den Gegner einzuschüchtern. Ursprünglich benutzte man dies im Krieg. Heutzutage kennt man diesen noch vom neuseeländischen Rugby Nationalteam. Falls ihr dies noch nie gesehen habt, geht mal auf Youtube und sucht nach dem Haka des Rugby Team. Echt beeindruckend. Unsere Gruppe war da natürlich niemals so furchteinflössend. Die erste Reihe besetzten die Männer und die beiden hinteren Reihen die Frauen. Da es sich um einen für das Schlachtfeld erfundenen Tanz handelt, ist es nicht üblich, dass Frauen den Haka ausüben. Bin mir nicht sicher, ob es den Frauen sogar gänzlich verboten ist. Für uns Touristen spielt es ja keine Rolle. Den Haka zu erlernen war gar nicht so einfach. Es ist ein Ablauf diverser Figuren, wobei man gleichzeitig auch grimmig reinschauen sollte. Zum Schluss führten wir den gelernten Haka den anderen Teilnehmer der Gruppe auf. Ob diese dann tatsächlich eingeschüchtert waren, bezweifle ich stark. Hauptsache es war lustig 🙂

Als nächstes wurde das Essen zubereitet. Ein traditionelles Festmahl Hungi der Maori, gegart im Boden auf heissen Steinen! Diese werden erhitzt und anschliessend wird Fleisch und Gemüse in Käfigen auf diversen Höhen platziert und in Tücher eingewickelt. Zum Schluss schüttet man Sand über das Ganze und hält somit die Wärme der heissen Steine im Innern.

Als letzte Aktivität ging es zum Aale angeln an den See. Mittlerweile war es Stockdunkel und ich war gespannt auf das Angeln. Aale sind nachtaktive Fische, wobei diese eher wie Schlangen aussehen. Wir fischten mit der Hand. Ohne Angelrute und mit nur einem Haken warfen wir den Köder, einen Fischfetzen, ins Wasser uns hofften auf einen Biss. Die Zeit verging sehr schnell. Uns blieb aber insgesamt auch nur 1 Stunde, um einen Aal zu fangen. Ich hatte einen am Haken, jedoch verlor ich ihn beim Einziehen. Die Zeit war dann um und ich blieb erfolglos. Nur einer der Gruppe konnte einen Aal landen.

Das Erlebnis hier am Lake Aniwhenua war sicherlich eindrücklich. Wenn auch gesagt werden muss, dass es sehr touristisch ist. Ich finde, wenn man für den Haka erlernen oder das Nachtangeln noch zusätzlich Geld bezahlen muss, trübt das den kulturellen Aspekt sehr. Denn entweder man möchte den Leuten die eigene Kultur und lebensweise näher bringen oder man möchte Geld verdienen. Wir hatten ja für die Übernachtung und ein Nachtessen bereits 89.- NZ Dollar bezahlt. Was schon ziemlich teuer war. Mir ist bewusst, dass diese Gegend nur von uns Touristen lebt und dass wir mit unserer Übernachtung die Leute hier unterstützen, aber als Milchkuh möchte man sich trotzdem nicht fühlen 🙂

Nichtsdestotrotz war der Aufenthalt hier am Lake Aniwhenua ein tolles Erlebnis und ich konnte einige Dinge mitnehmen.

Bye

Mori

Ein Kommentar bei „Lake Aniwhenua – Maori Kulturstopp“

  1. Das Essen unter der Erde kochen kenne ich von Chichén Iztá, Mexico.Sehr beeindruckend.😍

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